简体中文
繁體中文
English
Pусский
日本語
ภาษาไทย
Tiếng Việt
Bahasa Indonesia
Español
हिन्दी
Filippiiniläinen
Français
Deutsch
Português
Türkçe
한국어
العربية
Vorwurf eines „politischen Filters: NDR-Mitarbeiter richten Brandbrief an ihren Chef – der Rundfunkrat kündigt eine Prüfung an
Zusammenfassung:Über 70 Mitarbeiter des NDR in Schleswig-Holstein fordern von der Chefetage die Aufarbeitung von Vor
Über 70 Mitarbeiter des NDR in Schleswig-Holstein fordern von der Chefetage die Aufarbeitung von Vorwürfen der Hofberichterstattung.
dpa/Winfried Rothermel
Nach den Enthüllungen von Business Insider über interne Vorwürfe, beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Kiel gebe es einen „politischen Filter, fordern Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Senders nun Aufklärung.
72 Mitarbeiter des Kieler Landesfunkhauses haben einen Brandbrief an die Hausspitze gerichtet, wie der Stern berichtet. Darin verlangen sie eine „lückenlose und transparente Aufarbeitung aller Vorwürfe.
Der Landesrundfunkrat in Schleswig-Holstein kündigte am späten Montagabend eine umfassende Prüfung an.
Nach den Vorwürfen eines „politischen Filters“ beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) wächst der Druck auf die Führung des Landesfunkhauses in Schleswig-Holstein. In einem Brandbrief an Funkhausdirektor Volker Thormählen zeigen sich 72 Mitarbeiter „schwer erschüttert” von möglichen Eingriffen in die Arbeit von Journalisten. Zuerst berichtete der Stern über das Schreiben, das „nach Wunsch der Initiatoren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt“ gewesen sei, wie es am späten Montagabend im NDR hieß. Die Unterzeichner des Briefes fordern eine „lückenlose und transparente Aufarbeitung aller Vorwürfe”.
Lest auch
„Politischer Filter“, „Klima der Angst”: NDR-Redakteure erheben laut vertraulichem Untersuchungsbericht schwere Vorwürfe gegen Senderleitung
Business Insider hatte in der vergangenen Woche enthüllt, dass sich wiederholt Journalisten aus Kiel an den Redaktionsausschuss des öffentlich-rechtlichen Senders gewandt haben. Sie schilderten, dass Berichterstattung „teilweise verhindert“ werde, wie es in einem internen Untersuchungsbericht heißt. Die internen Beschwerden gipfelten im Vorwurf, im Landesfunkhaus gebe es einen „politischen Filter” und Führungskräfte agierten wie „Pressesprecher der Ministerien“. Auch von einem „Klima der Angst” war die Rede. Streitpunkt war vor allem die Berichterstattung nach dem Rücktritt des schleswig-holsteinischen Innenministers Hans-Joachim Grote (CDU) im April 2020. In einer Stellungnahme wies der NDR den Vorwurf eines „politischen Filters“ zurück, die Berichterstattung sei „unvoreingenommen und unabhängig”. Die Programmverantwortlichen hätten in Gesprächen mit Mitarbeitern des Kieler Funkhauses kein „Klima der Angst feststellen können, hieß es weiter.
Rundfunkrat in Schleswig-Holstein nimmt Vorwürfe „sehr ernst
Dass in Schleswig-Holstein die journalistische Unabhängigkeit des NDR in Frage steht, hat auch den Landesrundfunkrat auf den Plan gerufen. Das Kontrollgremium kam am Montag zu einer Sondersitzung zusammen. Am späten Abend kündigte der Rundfunkrat laut NDR eine umfassende Prüfung an. „Wir nehmen die erhobenen Vorwürfe sehr ernst“, zitiert der Sender die Vorsitzende des Rundfunkrats, Laura Pooth. „Es darf selbstverständlich keine politischen Filter oder eine Arbeitsumgebung geben, die die unangemessene Einflussnahme oder das Durchregieren Einzelner ermöglicht.” Die Untersuchung will der Rundfunkrat selbst durchführen, aber bei Bedarf „externen Sachverstand hinzuziehen, wie Pooth erklärte.
fu
Haftungsausschluss:
Die Ansichten in diesem Artikel stellen nur die persönlichen Ansichten des Autors dar und stellen keine Anlageberatung der Plattform dar. Diese Plattform übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Artikelinformationen und haftet auch nicht für Verluste, die durch die Nutzung oder das Vertrauen der Artikelinformationen verursacht werden.
