简体中文
繁體中文
English
Pусский
日本語
ภาษาไทย
Tiếng Việt
Bahasa Indonesia
Español
हिन्दी
Filippiiniläinen
Français
Deutsch
Português
Türkçe
한국어
العربية
اردو
Devisen: Euro bleibt unter Druck - zeitweise tiefster Stand seit fast 20 Jahren
Zusammenfassung:FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag erneut unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag erneut unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 0,9903 US-Dollar. Mit zeitweise 0,9864 Dollar wurde wie schon am Vortag ein Tiefstwert seit Ende 2002 erreicht. Am Morgen war der Euro zeitweise noch bis auf 0,9986 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 0,9928 (Montag: 0,9920) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0073 (1,0081) Euro.
Die Konjunktur in der Eurozone schwächelt. Vor allem die hohen Erdgas- und Strompreise lasten auf dem wirtschaftlichen Ausblick. Auftragsdaten aus der deutschen Industrie fielen vor diesem Hintergrund schwach aus. Im Juli gingen die Neuaufträge den sechsten Monat in Folge zurück, die Erwartungen von Analysten wurden verfehlt. Die Nachfrage habe sich angesichts des Ukraine-Kriegs und der hohen Gaspreise schwach entwickelt, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium.
Die Wirtschaft der USA steht hingegen deutlich robuster da. So hellte sich die Stimmung im wichtigen Dienstleistungssektor im August überraschend auf. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) signalisiert weiter ein robustes Wirtschaftswachstum. Die Stimmungslage ist unerwartet solide ausgefallen und deutet darauf hin, dass die US-Wirtschaft trotz der hohen Preissteigerungen im Wachstumsmodus bleibt, kommentierte Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Mithin dürfte die Fed aggressiv gegen die Inflation vorgehen und die Leitzinsen in diesem Monat um 0,75 Prozentpunkte erhöhen, erwartet der Experte.
Zunehmend rückt unter Anlegern die Zinssitzung der EZB am Donnerstag in den Blick. Die Notenbank dürfte eine weitere Zinsanhebung als Mittel gegen die sehr hohe Inflation vornehmen. Die Größe des Zinsschritts ist allerdings fraglich: Volkswirte gehen eher von einem Schritt wie im Juli um 0,5 Prozentpunkte aus, an den Märkten gehen die Erwartungen eher in Richtung eines größeren Schritts um 0,75 Punkte.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85743 (0,86358) britische Pfund, 140,91 (139,47) japanische Yen und 0,9745 (0,9747) Schweizer Franken fest. Eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London zum Preis von 1704 Dollar gehandelt. Das waren rund 6 Dollar weniger als am Vortag.
Haftungsausschluss:
Die Ansichten in diesem Artikel stellen nur die persönlichen Ansichten des Autors dar und stellen keine Anlageberatung der Plattform dar. Diese Plattform übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Artikelinformationen und haftet auch nicht für Verluste, die durch die Nutzung oder das Vertrauen der Artikelinformationen verursacht werden.
