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Deutsche Anleihen: Deutliche Kursverluste nach EZB-Zinssignalen
Zusammenfassung:FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag nach den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) stark unter Druck geraten. Bis zum Nachmittag sackte der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 1,25 Prozent auf 138,66 Punkte ab. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg auf 2,07 Prozent.
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag nach den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) stark unter Druck geraten. Bis zum Nachmittag sackte der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 1,25 Prozent auf 138,66 Punkte ab. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg auf 2,07 Prozent.
Stark belastet wurden die Anleihen durch die Entscheidungen der EZB. Zwar hob die Notenbank ihre Leitzinsen erwartungsgemäß um 0,5 Prozentpunkte und damit etwas weniger deutlich an als zuletzt. Doch die Notenbank sieht sich im Kampf gegen die hohe Inflation im Euroraum auch nach der vierten Zinserhöhung in Folge noch nicht am Ende. Wir lassen nicht nach. Wir müssen eine längere Strecke gehen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Es seien mehrere Zinserhöhungen um 0,50 Punkte notwendig.
Die EZB zeigt der Inflation die Zähne, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die EZB werde mit dem Leitzins deutlich nach oben gehen. Das wurde heute deutlich und bestätigt unsere Sicht, dass die EZB noch lange nicht am Ende ist. Zu den Aussagen von Lagarde schreibt er: Das sind Worte, die altgediente Volkswirte lediglich von der Deutschen Bundesbank kennen.
In allen Ländern der Eurozone gerieten die Anleihekurse unter Druck. Besonders deutlich legten die Renditen in Italien zu. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg um 0,28 Punkte auf 4,14 Prozent.
Am Vorabend hatte bereits die US-Notenbank Fed das Tempo der Zinserhöhungen gedrosselt und den Leitzins um 0,50 Punkte erhöht. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass weitere Erhöhungen angemessen sind, sagte Notenbankpräsident Jerome Powell im Anschluss an die Zinsentscheidung. Aktuell reichten die Anzeichen einfach nicht aus, um sicher zu sein, dass die Inflation nachhaltig zurückgehe - eher im Gegenteil.
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