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Devisen: Euro erholt sich von Verlusten nach historischer Zinserhöhung
Zusammenfassung:NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Donnerstag im US-Handel wieder nahe an die Parität zum US-D
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Donnerstag im US-Handel wieder nahe an die Parität zum US-Dollar herangerückt. Insofern setzte die deutliche Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Gemeinschaftswährung nicht nachhaltig unter Druck. Zuletzt notierte der Euro bei 0,9995 Dollar und damit in etwa auf dem Niveau aus dem asiatischen Geschäft. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0009 (Mittwoch: 0,9885) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9991 (1,0116) Euro.
Die Europäische Zentralbank hatte mit der größten Zinserhöhung der EZB-Geschichte auf die extrem hohe Inflation in der Eurozone reagiert. Die Notenbank hob die Leitzinsen im Euroraum trotz wachsender Sorgen vor einem Absturz der Wirtschaft in eine Rezession um 0,75 Prozentpunkte an. Analysten hatten den Schritt erwartet, sodass sich der Eurokurs recht zügig erholte. Letztlich änderte sich nichts an dem Gesamtbild. Weiterhin wird zwar wird befürchtet, dass die steigenden Zinsen das Wirtschaftswachstum abwürgen. Umgekehrt aber ist die hohe Inflation noch schädlicher.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte weitere Zinserhöhungen auf den nächsten Sitzungen in Aussicht. Eine Anhebung von 0,75 Punkten sei aber nicht die Norm. Sie wollte aber auch weitere große Zinsschritte nicht ausschließen. Lagarde wiederholte die Formulierung, dass die Europäische Zentralbank von Sitzung zu Sitzung entscheiden werde und sich dabei von den Daten leiten lasse.
Solange die von vielen befürchtete Rezession nicht in harten Konjunkturdaten sichtbar wird, dürfte sich die EZB auf die viel zu hohe Inflation konzentrieren und ihre Zinsen weiter zügig anheben, erwartet Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Bis Anfang 2023 sollte die Europäische Zentralbank die Zinsen weiter anheben. Aber danach wird sie den Zinserhöhungsprozess wohl für vielleicht ein Jahr unterbrechen, weil spätestens bis dahin die von vielen erwartete Rezession in den harten Daten klar sichtbar sein sollte.
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